und ich

Porträtfoto Elke Brüser
Biologin und Wissenschaftsjournalistin

Als Schülerin wollte ich Lehrerin auf einer Hallig werden, als Studentin Korallenriffe erkunden oder an Affen in Afrika forschen. Später ist aus der Verhaltensbiologin dann noch eine Wissenschaftsjournalistin geworden. Und die Themen wanderten nach und nach von der Biologie zur Medizin. Ich habe jahrelang für überregionale Medien wie Süddeutsche Zeitung, Der Freitag und taz gearbeitet, gerne auch Hörfunk gemacht und habe verschiedene Gesundheitsratgeber – etwa bei der Stiftung Warentest – geschrieben. Ich bin Mitbegründerin und Redakteurin der werbefreien und unabhängigen Zeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“.

 

 Elke Brüser

Mit diesem Blog kehre ich zu meinen Wurzeln zurück, der Naturbeobachtung und der Verhaltensanalyse. Es geht mir um Tiere und Pflanzen, mitten in Berlin, drumherum und weltweit. Zu Wort kommen etwa der Habicht in meinem Garten, die Singschwäne im Havelland, Austernfischer auf der Hallig Hooge, Fuchs und Igel in der Abenddämmerung, Sandfische am Rande der Sahara, Guanakos und der Kondor in den Anden.

Bioakustik und Biokommunikation lassen mein Herz höher schlagen. Darum ein Tipp: Hör dir an, was mein Kollege Marcus Anhäuser über das „Tröten im Walde“ zu sagen weiß. Früher waren in meinem Fokus weniger die Vögel, sondern das Keckern von jungen Berberaffen, das „äh“ als Pausenfüller beim Sprechen und die Entwicklung der kommunikativen und lautsprachlichen Kompetenz von Babys. Ja, das hört sich klug an, war aber als Titel meiner Dissertation noch komplizierter.

Die Fotos, die du hier siehst, habe ich auf kleinen und großen Touren gemacht; und sie sind geschützt ©. Sie sollen verlockend sein. Also: rausgehen, hingucken, wundern …

Im Vergleich zur unbewegten Nahaufnahme wirkt die Wirklichkeit glanzlos und enttäuschend. Der lebendige Vogel wird niemals so groß und strahlend aussehen. Er wird tief in der Landschaft versunken sein und noch weiter zurückweichen, immer tiefer in sie hinein, bis man ihn fast verliert. Vor der betörenden Lebendigkeit des echten Vogels sind Bilder wie Wachsfiguren.

J.A. Baker: Der Wanderfalke, Naturkunden bei Matthes & Seitz, Berlin 2014

 

Mein Geräteschuppen

Fernglas, Kamera mit verschiedenen Objektiven, Mikrofon, Stativ, Käppi, Sammelglas und Bestimmungsbücher liegen bereit
Technik, die ich brauche

 

Mit mir unterwegs ist immer ein bisschen Technik – aber vor allem Zeit und ein langer Atem, wenn der Rotmilan gerade hinter Baumwipfeln verschwunden ist, starker Wind mal wieder die Rufe des Grauen Kranichs verbläst oder der Steinkauz sich nicht blicken lässt. Dann nehme ich eventuell einen meiner uralten und sich langsam auflösenden, aber super bewährten Naturführer zur Hand. Der Rest ist recht leichte, aktuelle Technik, die mich begeistert.