Blogs, Books und Infos

Zeitungscollage für die Seite Lesetipps: fligende Vögel mit den aufgeklebten Worten Blogs, Books, Infos

Besondere Blogs

Kranichland

Das ist offenkundig: Hubert Pomplun liebt die Natur und engagiert sich für sie. Als Vertreter der Stiftung-Kranichland betreibt er einen Blog, in dem das Leben des Grauen Kranichs im Mittelpunkt steht. Seine Berichte betreffen nicht nur Brandenburg, seine Heimat, sondern sie stammen von überall dort, wo Kraniche sich aufhalten. In Grafiken und Tabellen zeigt er etwa, wie viele gerade in Linum rasten oder wie sich der Bestand auf der Iberischen Halbinsel verteilt.
Nicht nur zum Lesen – sondern auch zum Ärgern – eignet sich der zweite Schwerpunkt des Blogs, in dem es um Umwelt, Klima und Biodiversität geht. Daraus ein Thema: Vielen ist schon aufgefallen, dass es immer früher, immer mehr Spargel aus Deutschland gibt – zum Beispiel aus Brandenburg. Das liegt daran, dass immer größere Flächen ab Oktober mit Folie abgedeckt sind.
Früher Spargel bringt mehr ein und verlängert die Spargelsaison. Aber was gut fürs Geschäft ist, ist für Brutvögel und viele durchziehende Vögel ein Desaster. Und wenn dann sogar Flächen, die als Vogelschutzgebiete ausgewiesen sind, monatelang per Folie verschlossen bleiben, ist es sogar ein Rechtsbruch. Wie das Land Brandenburg bisher die Folienäcker schützt statt das Vogelleben zu beschützen, erzürnt Hubert Pomplun aus guten Grund und er schrieb Danke, EU! 

Naturgebloggt.

In diesem Blog geht es nicht direkt um die Vogelwelt, aber um ihre Lebensgrundlage: Bäume und Wiesen, wo Vögel nisten können, Pflanzen und deren Samen, die ihre Ernährung sichern, und all die Insekten, die blühende Wiesen und solche Felder hervorbringen, auf denen wenig oder keine Pestizide ausgebracht werden. Denn viele Vögel leben – vor allem im Frühjahr und Sommer – von den nahrhaften Krabbeltieren oder Fluginsekten.
Mit seinem Blog Naturgebloggt. Naturschutz weil's wichtig ist möchte Thomas Engst dem Naturschutz etwas mehr Wichtigkeit verschaffen und über ihn informieren. Als Berufsnaturschützer weiß er, dass viele Menschen ein vollkommen falsches Bild von seiner Arbeit haben. Und er sagt: „Einigen ist dieser Beruf sogar gänzlich unbekannt, anderen entlockt er nur ein müdes Lächeln.“
Darum berichtet er regelmäßig über die Arbeit im Naturschutz und aktuell aus der „Szene“. Feldbotanik ist sein Hobby, weshalb er in dieser Rubrik mit vielen Informationen und bezaubernden Fotos die heimischen Wildpflanzen vorstellt.

Greifvogelhilfe

Sylvia Urbaniak hat vor vielen Jahren die „Greifvogelhilfe″ ins Leben gerufen, wo verletzte oder verwaiste Greifvögel betreut und behandelt werden. Sie ist tiermedizinische Fachangestellte und betreibt die Pflegestation mit ihrem Lebensgefährten, einem erfahrenen Falkner. Beide sind auch Ornithologen. Dazu gibt es ein engagiertes Team, denn die Betreuung von Greifen ist aufwendig.
Das lässt sich auch ihrer Webseite entnehmen, wo über Vogelkrankheiten und Behandlungen genauso aufgeklärt wird, wie etwa über die Farbvarianten (Morphe) beim Mäusebussard. Wer sich für Eulen und Greife interessiert, findet auf den Seiten viel Lesenswertes – und auch Sehenswertes via YouTube. Wer weiß schon, welche Greifvögel im Winter gut durchkommen und warum für manche Arten eine feste Schneedecke problematisch ist. Und was steckt nicht alles im Gewölle von Uhu, Wanderfalke & Co?
Schließlich: Wer einen hilflosen Greif oder eine Eule findet, kann sich an das Team der Pflegestation nahe Viersen wenden. Die Kontaktangaben stehen direkt auf der Startseite. Und da hier ehrenamtlich gearbeitet wird, sollte eine Spende selbstverständlich sein.

Der Vogelphilipp

Philipp Herrmann, Ornithologe, Verhaltensforscher und Artenkenner, ist seit seinem 12. Lebensjahr in der Natur unterwegs und insbesondere der Vogelkunde verbunden. Wie er selbst schreibt, lernte er früh Vögel am Gesang zu erkennen, und insofern wundert es nicht, dass sich auch seine Masterarbeit mit der Gesangserkennung beschäftigt.
Wozu das geführt hat, zeigt seine Webseite. Dort betreibt er eine Vogelstimmenhotline, die dabei hilft, Vögel zu identifizieren. Wer also die Handynummer von Philipp Herrmann gespeichert hat und ihm per WhatsApp oder Telegram eine aufgenommene Vogelstimme sendet, der erhält so schnell wie möglich eine Antwort auf die Frage: Wer singt denn da?
Tolle Idee, kostenfrei, und wer auf Threema (ID: WYXVZYTZ) unterwegs ist, kann ihm ebenfalls aufgenommene Vogelstimmen senden.
Natürlich hat der Vogelphilipp noch andere gute Informationen parat, etwa über die Landshuter Lachmöwen. Am besten, mal in der Rubrik Mitmachen oder Forschen nachschauen.

AG Eulen

Wer sich für Uhu, Waldohreule oder Waldkauz begeistern kann und für ihren Schutz sorgen möchte, der ist auf den Seiten der AG Eulen genau richtig. Hier gibt es wunderbar illustrierte Informationen „Was die Eule zur Eule macht“ und eine Menge Literaturhinweise, diverse Adressen und ein Lexikon.
Außerdem wird ausführlich beschrieben, welche Nisthilfen unsere Eulen benötigen und warum. Ganz wichtig erscheint mir der Hinweis, dass Spaziergänger junge – hilflos erscheinende – Eulen dort lassen sollen, wo sie sie entdecken. Denn die Jungen verlassen den Nestbereich, bevor sie fliegen können, werden aber noch lange als herumkraxelnde Ästlinge von den Eltern versorgt.

hofbauer-birding

Waltraud Hofbauer ist eine Vogel-begeisterte Münchenerin. Sie schreibt über die Vögel in und um München, berichtet aus allen Teilen Deutschalnds und von ihren Reisen. Wir begleiten sie auf ihren Ausflügen und erfahren, was sie alles gesehen hat - und unter welchen bedingungen. Nicht nur mit Fotos, auch mit Videos und Vogelstimmen ergänzt sie ihre Berichte. Weil ich an ähnlichen Orten wie Waltraud Hofbauer in Marokko war, haben mich diese Tourberichte besonders fasziniert.

tornadoropa

Wer wunderbare Fotos von Vögeln und anderen Tieren sehen will, für den ist der Blog von Christian Neumann geradezu ein MUSS. Besonders faszinierend sind die Aufnahmen von Greifvögeln aus großer Nähe - ungemein scharf und farbenprächtig sind sie. Der Naturfotograf interessiert sich insbesondere für Greifvögel, aber er hält auch tolle Wetterphänomene mit der Kamera fest.

Storchenclub Rühstädt e.V.

Der kleine Ort Rühstädt liegt im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg”. Seit Jahrzehnten engagieren sich die Menschen dort für die vielen Störche, die hier brüten und in der Elbaue reichlich Nahrung finden. Schon 1996 wurde Rühstädt als storchenreichstes Dorf Deutschlands von der Naturschutzorganisation EuroNatur mit dem Titel “Europäisches Storchendorf” ausgezeichnet. Auf seiner neu gestalteten Webseite informiert der Storchenclub über seine Arbeit. Und bloggt über seine Störche.

Schöne Bücher

Buchcover mit einem Grünspecht und einem Schwarzspecht, die jeweils ihre Jungen füttrn. Diese schauen bettelnd aus der Höhle.

Spechte lassen sich besonders gut im Winter und im zeitigen Frühjahr beobachten. Da hört man nicht nur ihr Hämmern, sondern sieht sie auch. Das Buch Spechte & Co. ist eine wunderbare Einführung in das Thema, sowohl im Hinblick auf das Verhalten der einzelnen Arten als auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Wald und viele andere Waldbewohner.

Ein Graben in der Winterlandschaft mit über 50 weißen Silberreihern und vielen Gänsen auf dem Feld

Wer Augen und ein Herz für Vögel hat, der findet in Die Vogelwelt der Nuthe-Nieplitz-Niederung viele nützliche Hinweise für die Vogelbeobachtung in einem Schutzgebiet Brandenburgs, nicht weit von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Lothar Kalbe und sein Team haben nicht nur die Artenvielfalt vor Ort erfasst, sondern erklären auch, wie dieser wunderbare Lebensraum entstanden ist.

Cover von Birding für Ahnungslose mit einem Paar Vogelgucker, Fernglas vor den Augen, und einem Wiedehopf, der sich über die Leute wundert.

Mit Birding für Ahnungslose ist der Biologin Véro Mischitz ein zugleich kluges und amüsantes Buch gelungen. Das liegt unter anderem daran, dass sie Illustratorin mit einem Faible für Comics ist und das Buch im Stil einer Graphic Novel daherkommt. Mit vielen nützlichen Infos löst sie ein, was der Untertitel des Buches verspricht: Wie man Vögel in sein Leben lässt.

Buchcover mit schwarzer Saatkrähe. Sie dreht uns den Rücken zu und sieht uns dennoch mit einem Auge genau.

Der Titel ist schlicht und das Cover finster gestaltet. Doch in Krähen von Cord Riechelmann geht es durchaus unterhaltsam zu. Der Autor berichtet von Kolkraben und Elstern, den Berliner Nebelkrähen und sowjetischen Saatkrähen, aber auch Hitchcock, Konrad Lorenz, französische Philosophen, indianische Mythen, die Farbe Schwarz und Betty haben ihren anregenden Auftritt.

Cover von Vogelbuch "Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung" mit zwei schwarz-weißen Tordalken - vor Felsen auf dem Meer schwimmend.a?" mit einem schwarz-gelben Pirol vor blauem Hintergrund.

Arnulf Conradi hat von Kindesbeinen an Vögel beobachtet und weiß: „Das Vogelbeobachten ist eher eine Lebensform als ein Hobby, man tut es eigentlich immer …“ In Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung hat der Verleger und Schriftsteller aufgeschrieben, was ihn dazu bringt, sich der Welt der Vögel zu widmen. Ausgehend von der Faszination der Gefiederten, macht das stille Beobachten etwas mit uns.

Auf dem Cover des Buches ist ein fliegender Storch abgebildet

Der Biologe und Storchexperte erzählt sehr unterhaltsam und gern etwas hemdsärmelig, wie er in vielen Regionen Afrikas über Jahrzehnte mit raffinierter Technik unterwegs war, um die Routen ziehender Weißstörche aufzuspüren und zu kartieren. Dabei hat er tolle Fotos geschossen. Und natürlich berichtet Holger Schulz in Boten des Wandels auch von „seinem“ Storchendorf Bergenhusen in Schleswig-Holstein.

Das Cover der Buches Ornis mit zwei Bienenfressern auf einem Zweig.

Es ist eine Fundgrube, dieses Taschenbuch mit seinen drei großen Abschnitten Vögel beobachten, Die Natur der Gefiederten, Lebensweise und Gefährdung der Vögel. Josef H. Reichholf kann biologische Zusammenhänge total lässig erzählen. In Ornis gibt es viel Spannendes zu Gesang, Brutbiologie, Zugverhalten, Sinnesleistungen und das Federkleid der Vögel. Mein Lieblingskapitel ist übrigens „Schnäbel und Beine“.

Cover von "Was fliegt denn da?" mit einem schwarz-gelben Pirol vor blauem Hintergrund.

Wollen Sie mehr wissen über die Welt der Vögel, also nicht nur das Zwitschern und den Gesang genießen, sondern herausfinden, wer sich hinter der Stimme oder dem raschen Flügelschlag verbirgt? Dann ist dieser Klassiker unter den Vogelbestimmungsbüchern der richtige Einstieg. Er punktet mit Übersichtlichkeit und den schönen Zeichnungen von Paschalis Dougalis.

Die Geschichte um den Sanitätsobergefreiten Paul Arimond, den es aus der Eifel nach Afghanistan verschlägt, erzählt von Krieg und Frieden und von drei Männern, die außer Verwandtschaft auch die Vogelbeobachtung verbindet. Und dahinter: ein tiefe Sehnsucht nach den Freiräumen der gefiederten Kumpane, die mit wenigen Flügelschlägen Grenzen überwinden können. Die Sprache der Vögel meint viel mehr als ihren Gesang.

Grünspecht auf dem Cover von dem Buch Federnlesen

Mit Federnlesen ist Johanna Romberg durch einen Mix aus unterhaltsamen Vogelporträts, Ausflügen mit kenntnisreichen Ornithologen und beunruhigenden Auskünften über den desolaten Zustand unserer Vogelwelt ein außergewöhnliches Sachbuch gelungen. Zudem hat die Autorin der Zeitschrift GEO einen lockeren und zugleich eleganten Schreibstil. Ein tolles Buch!

Titelseite von "Die Sinne der Vögel" mit dem Kopf eines Flamingos

Die Sinne der Vögel ist ein Sachbuch aus der Feder des renommierten Verhaltensforschers Tim Birkhead. Es beruht auf den Beobachtungen und Erlebnissen des Autors. Der überfordert uns nicht mit komplexen Hirnstrukturen, sondern beschreibt vor allem, wie Sinnesleistungen von Tieren zu ihrer Umwelt passen. Wer etwa nachts aktiv ist, muss keine guten Augen haben, sofern er gut riechen und tasten kann.

Cover des Buches "Die Salzberger Schwalbengeschichte" mit eine grünen Fenster, durch das ein Schwalbe hinausfliegt.

Hier geht es um die Rauchschwalben, mit denen Else Thomé in ihrem Berchtesgadener Künstlerhaus unter einem Dach gelebt hat. Was sie dabei erlebte, hat die Autorin wunderbar mitreißend aufgeschrieben. Allerdings muss man es aushalten, dass sie in Die Salzberger Schwalbengeschichte das Verhalten der Schwalben, die sie oft „persönlich“ kannte, mit ihren eigenen Wertvorstellungen kommentiert.

Buchtitel "Im Herzen des Tals"

Nigel Hinton gelingt mit Im Herzen des Tals etwas ganz Besonderes: Durch seine minutiöse Beschreibung der Aufs und Abs im Leben einer Heckenbraunelle tauchen wir tief in die Welt dieses unscheinbaren Vögelchens ein. Wir lernen seine Lebenslust und seine Lebensgefahren kennen, fiebern förmlich mit, wenn der Fuchs naht oder der Kuckuck die jungen Nestlinge bedroht.

Buchcover von ADEBAR mit einem Rotkehlchen

Der „ADEBAR” (Atlas Deutscher Brutvogelarten) ist ein einzigartiges Werk, in dem auf 800 großen, schön gestalteten Seiten all die Vogelarten vorkommen, die in Deutschland brüten. Das Buch vermittelt ihre Bestandsentwicklung und wo sie (noch) leben. Zum Gelingen dieser wertvollen Übersicht haben über 4.000 Vogelkundler und Vogelkundlerinnen beigetragen.

Buchcover mit einem sitzenden Falken

Die Autorin von Falke. Biografie eines Räubers ist die britische Historikerin und Falknerin Helen Macdonald. Nachdem ihr Buch „H wie Habicht“ in Deutschland so erfolgreich war, gibt es nun auch ihr Erstlingswerk von 2006 auf Deutsch. Wer „H wie Habicht“ kennt, muss sich auf ein ganz anderes Genre einstellen – ein unterhalsames Sachbuch zur Kulturgeschichte des Falken.

Ein segelnder Albatros über dem blauen Meer.

Carl Safina erzählt viele anrührende Geschichten über die Laysan-Albatrosse von Hawaii, die ihr Leben hauptsächlich segelnd über dem Meer verbringen. In Ein Albatros namens Amelia begleiten wir sie, aber auch andere Seevögel, und erfahren ganz nebenbei, welche Rolle die Inselkette im 2. Weltkrieg spielte. Vor allem: Schon vor 20 Jahren mahnte der Autor, dass Plastikmüll und Chemikalien den Lebensraum des Albatros – und unseren eigenen – zerstören.

Auffliegende schwarz-weiße Mönchskraniche aus dem Buchcover

Dieses zauberhafte Werk ist nur noch antiquarisch zu haben. Aber es lohnt sich – zumal wegen des Kapitels über den Kranich als Kult- und Kulturträger. Der Fotograf und Autor Carl-Albrecht von Treuenfels war weltweit auf der Spur der Kraniche unterwegs. Darum kann er in Zauber der Kraniche alle 16 Kranicharten samt Verbreitung und Zugroute vorstellen.

Cover des Buches "Der Habicht". der im Schnee steht unduns mit leuchtenden orangen Augen anschaut.

Wer vom Habicht fasziniert ist und mehr über den Greif wissen möchte, sollte sich dieses Buch besorgen. Der Habicht ist ein sehr informativer Bericht über einen recht speziellen Stadtbewohner, und zugleich ein tolles Fotobuch. Die Autoren sind Berliner Greifvogelexperten, Beringer und Naturfotografen, denen hier etwas Besonderes gelungen ist. 

Cover des Buches "Die Evolution des Fliegens"mit drei Flugbildern eines Kolibris

In Die Evolution des Fliegens geht es nicht nur um Vögel, sondern auch um Insekten, Schlangen und Fische, die sich in die Luft begeben können. Die Autoren, ein Mathematiker und Tierfotograf, ein Evolutionsbiologe und der Flugbiophysiker Werner Nachtigall, führen vor, wie Tiere auf unterschiedliche Weise ihr Flugvermögen perfektioniert haben. Wer sich fürs Fliegen interessiert, der ist hier richtig.

Das Cover des Buches "Der Wanderfalke" mit dem Bild des gesprenkelten Gefieders.

Wer Der Wanderfalke zur Hand nimmt, sollte keine spannende Story erwarten. Die gibt es nicht. Dafür malt der Autor J.A. Baker ein wundervolles Gemälde von der englischen Winterlandschaft und setzt die jagenden Wanderfalken mitten hinein. Der Autor hat ein zugleich gleichmütiges und betörendes Tagebuch verfasst – ein Buch das einlädt, bei Wind und Wetter den Vögeln zuzuschauen.

Noch mehr Infos

17.12.2019
Wenn Kolkraben mitspielen
gelesen in: Otis

Es ist kein Geheimnis, dass Kolkraben äußerst kluge und äußerst verspielte Tiere sind. Und dass Spielverhalten etwas mit Klugheit und Strategielernen zu tun hat, ist auch kein Geheimnis. Erst kürzlich erzählte mir ein golfspielender Kollege von den Kolkraben, die sich auf dem Golfplatz bei Semlin, im ...

15.11.2019
Lachmöwen: Was verrät die braune Haube?
gelesen in: Journal of Ornithology

Bei Vögeln spielt die Gefiederfärbung für die Fortpflanzung eine zentrale Rolle: Viele Männchen tragen nach der Mauser ein Prachtgefieder, das sie für die Weibchen attraktiv und im Rahmen der Balz eine Begattung überhaupt erst möglich macht. Außerdem ist bekannt, dass eine intensivere Färbung die sexuelle ...

20.09.2019
Riskant für Wasservögel:
Stand-Up-Paddling

Gelesen in: Der Falke

Im Stehen zu paddeln, ist ein neuer Trendsport. Aber auch Stand-Up-Paddling (SUP), das auf den ersten Blick so wohltuend ruhig daherkommt, stört Wasservögel. Ergänzend zu vielen Einzelbeobachtungen, hat der Landesverband Bayern (LBV) einen Protokollbogen entwickelt, um ...

22.07.2019
Gänsesägerdame besetzt Bruthöhle von Uhus
Gelesen in: Ornithologische Mitteilungen

Seit Mitte der 1990er Jahre fällt auf, dass auf dem Oberrhein am Kaiserstuhl die Gänsesäger nicht nur paarweise unterwegs sind, sondern dort auch brüten. Denn es wurden mehrfach Weibchen mit ihren Jungen („Pullis“) beobachtet. Die ...

06.06.2019
Bartgeier in den Alpen
Gelesen in: Der Falke

Bei all den negativen Botschaften, was den Bestand der  Brutvögel in Deutschland und die Artenvielfalt insgesamt angeht, ist diese Info mal erfreulich: Seit 1978 gibt es Bemühungen die wunderschönen Bartgeier in den Alpen wieder anzusiedeln. Man hatte sie als „Lämmergeier“ und ...

30.05.2019
Der Gelbspötter als Brutvogel in Berlin-Marzahn
Gelesen in: Vogelwarte. Zeitschrift für Vogelkunde

Dieser aktuell publizierte Artikel von Winfried Otto, der seit Jahrzenten als Vogelbeobachter und Vogelschützer aktiv ist, hat mich aus mehreren Gründen fasziniert: Da hat jemand Beringungs- und Beobachtungsdaten ausgewertet ...→

19.04.2019
Warum werden Vogelnester begrünt?
Gelesen in: AUK

In einem Kommentar zu meinem Blogpost „Von Zuträgern und Baumeisterinnen“ hatte Ludwig Schlottke von der AG Greifvogelschutz des Berliner NABU darauf aufmerksam gemacht, dass bei den Habichten frische grüne Zweige sowohl vom Männchen als auch vom ...→

15.1.2019
Winterfütterung: Wer will? Wer kann? Wer wartet?
Gelesen in: Vögel. Magazin für Vogelbeobachtung

Manchmal sind es die kleinen, unscheinbaren Artikel, die meine Aufmerksamkeit erregen. So wie jetzt in der Zeitschrift „Vögel“, die ich allen empfehlen möchte, die in Sachen Vogelleben gerade erst auf den Geschmack gekommen sind. Der Text, um den es hier ...→

10.12.2018
Der indische Resteverwerter
Gelesen in: Ornithologische Mitteilungen

Im Englischen heißt der Schmutzgeier wörtlich übersetzt Ägyptischer Geier (Egyptian Vulture), was ich eigentlich schöner finde, aber die Sache nicht trifft. Denn der attraktiv gefärbte Geier lebt in mehreren südeuropäischen Regionen, auch im Atlas Gebirge Nordafrikas, in ...→

25.10.2018
Die Sonnenanbeter
Gelesen in: IBIS - international journal of avian science

Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Vögel, die sich am Morgen regelmäßig für einige Zeit auf all den Schornsteinen, Baumwipfeln und Antennen einfinden, die ich im Dachgeschoss von meinem Schreibtisch aus überblicke, in Richtung Sonne schauen. Es handelt ...→

08.09.2018
Nachwuchsmangel bei Brandenburgs Weißstörchen
Gelesen in: Der Tagesspiegel

Die Störche in Brandenburg haben in diesem Jahr nicht so viele Jungen durchgebracht, wie es eigentlich nötig wäre, um den Bestand langfristig zu erhalten. Zwei pro Horst ist dafür die Schlüsselzahl. In der Uckermark waren es aber nur 1,5 Junge pro Storchenpaar. Besser sah es...→

03.09.2018
Das Usutu-Virus macht Amseln todkrank
Gelesen bei: Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt

Es ist nicht das erste Mal, dass das Usutu-Virus, dessen Ursprünge wahrscheinlich in Afrika liegen, Amseln und andere Singvögel förmlich von den Bäumen fallen lässt. Aber in diesem Jahr ist es vor allem in Norddeutschland besonders schlimm. Beim Naturschutzbund ...→

08.03.2018
Altweltgeier an der unsichtbaren Grenze
gelesen in: Biological Conservation

Nirgendwo sonst in Europa leben so viele Geier, wie auf der Iberischen Halbinsel – die meisten von ihnen in Spanien. Besonders hoch ist die Zahl der spanischen Gänsegeier (Gyps fulvus) mit 24 000 Brutpaaren. Bei den Mönchsgeiern (Aegypius monachus), die ...→

06.02.2018
Wenn die Wacholderdrossel in die Stadt zieht
gelesen in: Ornithologische Mitteilungen

Der typische Lebensraum einer Wacholderdrossel (Turdus pilaris) sind die Randzonen von Laub-, Nadel- und Mischwäldern, auch in Feld- und Ufergehölzen, in Alleen und Gärten halten sie sich gerne auf und brüten dort. In Deutschland ...→

20.12.2017
Wohin verschwindet der Große Brachvogel?
gelesen in: Journal of Ornithology

Im Wattenmeer vor der Küste von Schleswig-Holsteins und Niedersachsens kann man in vielen Monaten des Jahres den Großen Brachvogel entdecken – solange es nicht zu kalt wird auch im Winter. Im Frühsommer sind allerdings nur wenige der langschnäbligen ...→

10.08.2017
Berliner Turmfalken sind der Stadt treu
gelesen in: Berliner ornithologischer Bericht

Hier geht es um spannende Daten, die im Jahresband der "Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V." veröffentlicht sind und nicht online zur Verfügung stehen. Der Band mit knapp 150 Seiten für 15€ ist allerdings bestellbar und sein Geld wert. Darin befasst ...→

06.07.2017
Warum sind nicht alle Eier rund?
gelesen in: Science

Schon in einem Sechserpack mit Hühnereiern vom Biohof oder aus dem eigenen Garten gleicht kein Ei dem anderen. Viel extremer sind die Unterschiede zwischen den Vogelarten. Straußeneier sind riesig, weiß und beinah rund, Eier des Seeregenpfeiffers ...→

04.05.2017
Die Chance der Wanderfalken
gelesen in: The Guardian

In einem wunderbaren Text beschreibt der Biologe und Wissenschaftsjournalist Patrick Barkham, warum heute die Millionenstadt London und die Wanderfalken so gut miteinander auskommen, nachdem diese ungeheuer schnellen Greifvögel in Großbritannien ...→

25.04.2017
Wie Langstreckenflieger im Flug schlafen
gelesen in: Nature Communication

Zu den Vögeln, die im Schlaf fliegen können beziehungsweise im Flug schlafen können, gehören flinke Schwalben, kleine Singvögel und große Seevögel. Von ihnen ist bekannt, dass sie manchmal tagelang in der Luft unterwegs sind. Und seit langem wird vermutet ...→

13.03.2017
Mit DNA-Schnipseln Wilderern auf die Spur kommen
gelesen in: British Ornithologist Union

Für viele Zugvögel ist Zypern eine lebenswichtige Station, wenn sie das Mittelmeer überfliegen. Doch unzählige landen dort in den Kochtöpfen. Im Schnitt sind es jedes Jahr 2,3 Millionen kleine Singvögel, die - raffiniert angelockt - sich in Netzen verheddern oder an klebrigen Leimruten hängen bleiben, um in den Kochtopf ...→

08.03.2017
Schiess mich tot
gelesen in: Süddeutsche Zeitung

Mit dem drastischen Titel "Schiess mich tot" macht Hanno Charisius in der Süddeutschen Zeitung darauf aufmerksam, dass besenderte Vögel zwar einerseits wertvolle Daten liefern, um etwa ihr Zugverhalten zu verstehen. Andererseits sind die GPS-Signale von Wilderern und anderen Kriminellen ...→

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