Am Meer, auf Moor und Heide

03. November 2023 | Kleine Vögel, Mensch & Vogel, Wissenswertes | 0 Kommentare

Der Goldregenpfeifer ist ein Hingucker. Sein Gefieder, das teils golden schimmert, und sein Balzgesang machen ihn zu einer außergewöhnlichen Vogelart. Leider ist er auch einer der Vögel, deren Lebensraum in Europa akut bedroht ist.

Das liegt an der radikalen Entwässerung von Mooren im letzten Jahrhundert, aber auch an der Art und Weise, wie ehemalige Moor- und Heideflächen bis heute bewirtschaftet werden.

Wie der nahverwandte Kiebitzregenpfeifer zählt der Goldregenpfeifer zu den großen Regenpfeifern mit schwarzem „Bauch”. Sie bilden die Gattung Pluvialis. Die kleinen Regenpfeifer, etwa der Sand- und der Flussregenpfeifer, sind hingegen hell, tragen ein Halsband und gehören zur Gattung Charadrius.

Nur das sogenannte Prachtkleid, das die schwarz-bäuchigen Regenpfeifer zur Fortpflanzungszeit haben, ist so markant gemustert wie es die Grafik aus „Der Naumann“¹ zeigt (Bd. VIII, Tafel 2: oben Goldregenpfeifer, unten Kiebitzregenpfeifer). Nach der Brut, im Sommer, tragen beide Geschlechter ein bräunlich geflecktes, schlichtes Federkleid. Es ähnelt dem Jugendkleid.

Im Winterhalbjahr und bis Anfang Mai können wir Goldregenpfeifer als Zugvögel am Wattenmeer beobachten. Denn im Herbst ziehen sie zu Tausenden aus ihren arktischen Brutgebieten nach Süden, um an der Küste der Nordsee und des Atlantiks die kalte Jahreszeit zu verbringen. Im Frühjahr fliegen sie wieder in den Norden, wo sich ihre Brutgebiete von Island über Fennoskandien und weiter ostwärts bis in die sibirische Tundra erstrecken. Dort, in den baumlosen Moor- und Heidelandschaften, werden ihre Jungen groß.

Goldregenpfeifer auf dem Zug an der Nordsee

Goldregenpfeifer besuchen die Wiesen am nordfriesischen Wattenmeer.

Die auffällige Kopfzeichnung und der dunkle Bauch sind wichtige Erkennungsmerkmale.

Das erste Mal begegneten mir Goldregenpfeifer Anfang Mai auf der Hallig Hooge. Dort hatten sie auf dem Weg nach Norden einen Zwischenstopp eingelegt, um auf den saftigen Wiesen zwischen Ringelgänsen und Weißwangengänsen aufzutanken. – So heißt es auch im Englischen „to refuel“.

Selbst im Flug ist die typische Kopfzeichnung erkennbar.

Im Landeanflug zum Auftanken

Nahrungssuche zwischen Weißwangengänsen

Was die Nahrung angeht, ist diese Vogelart durchaus flexibel: Käfer, Spinnen, Schnecken und Würmer picken sie aus dem Boden oder von den Pflanzen. Vor allem nach Regenwürmern suchen sie auf Wiesen und Ackerflächen. Dabei stochern sie vorgebeugt im Boden, wie wir es von Amsel und Star kennen.

Im Magen von Goldregenpfeifern wurden zudem Samen und Beeren gefunden. Der Speiseplan ist eben oft auch eine Frage der Jahreszeit und also der saisonalen Verfügbarkeit.

Auf Nahrungssuche …

fündig geworden und …

nun wird gestochert.

Die Vögel, die ich auf Hooge Anfang Mai beobachten konnte, waren definitiv auf dem Zug nach Norden. Denn Goldregenpfeifer brüten bei uns nicht mehr. Zu gründlich wurden hierzulande die Moore ausgetrocknet, der Torf abgebaut, das Land kultiviert – also als Acker für Feldfrüchte und als Viehweide genutzt – und schließlich Erdöl gefördert.

Von den Auswirkungen der Kultivierung – oder Melioration – berichtete bereits im 19. Jahrhundert Johann F. Naumann¹, und 150 Jahre später machte das auch Fritz Steiniger in Die großen Regenpfeifer (Die Neue Brehm-Bücherei, Bd. 240, A. Ziemsen, Wittenberg Lutherstadt, 1959) zum Thema. Steiniger hat als Zoologe an der TU Hannover die Goldregenpfeifer Niedersachsens oft beobachtet und auch die letzten Brutpaare in Deutschland noch gesehen – etwa im Bourtanger Moor im Emsland.

Selbst auf der Insel Sylt haben früher Goldregenpfeifer gebrütet. Aber diese Zeiten sind längst vorbei, da nach dem 2. Weltkrieg die zunehmende Zahl an Sommergästen für die letzten Brutplätze in der teils moorigen Dünenlandschaft das Aus bedeutete. Es ist kein Geheimnis: Ausufernder Strandtourismus und immer neue Wassersportangebote heißt für viele Tiere nichts anderes als Habitatverlust, also Verlust an arttypischem Lebensraum.

Goldregenpfeifer im Moor am Kurischen Haff

Da uns Goldregenpfeifer nur noch als Durchzügler begegnen, war es ein großes Glück, dass auf meiner diesjährigen Vogelreise nach Litauen auch das Augstumalmoor am Kurischen Haff auf dem Plan stand.

Goldregenpfeifer im Augstumalmoor

Es war sogar ein doppeltes Glück. Denn hier begegnete mir zum einen der Goldregenpfeifer in seinem charakteristischen Bruthabitat und zum anderen stolperte ich gewissermaßen über den deutschen Moorforscher Carl Albert Weber.

Informationstafel am Lehrpfad durchs Augstumalmoor mit Foto von C.A. Weber.

Dieser vor allem botanische orientierte Biologe hat vor über hundert Jahren eine bis heute wertvolle Bestandaufnahme des Augstumalmoores und seiner Entstehungsgeschichte verfasst.² Das Hochmoor – oder auch Regenmoor – liegt heute in Litauen, damals gehört es zum Gebiet von Ostpreußen. Carl A. Weber wurde 1894 als Botaniker an die Preußische Moor-Versuchsstation nach Bremen berufen, die zum preußischen Niedersachsen gehörte.

Hinweis auf die Monografie über das Augstumalmoor von C.A. Weber in Litauen

Wie faszinierend Moorgebiete sind, können hoffentlich die folgenden Fotos vermitteln. Sie stammen aus dem naturgeschützten Bereich des Augstumalmoores nahe Šilutė – dem ehemaligen Heydekrug. Es ist heute Teil des Netzwerks europäischer Schutzgebiete Natura 2000.*

In der östlichen Zone dieses litauischen Hochmoores wird weiterhin Torf abgebaut, was weder der Natur noch dem Klima guttut. Wer mehr zu Problemen der klimaschädlichen Moorentwässerung und Chancen der Wiedervernässung erfahren möchte, dem empfehle ich als Lektüre Das Moor von Franziska Tanneberg (dtv, 2022).

Naturlehrpfad: Bohlenweg über moorigem Grund

Wasser, einzelne Birken und Heideflächen im Moor

Büschel von Wollgras zwischen Heidekraut

Flacher Bewuchs lädt Goldregenpfeifer zum Brüten ein

Die Zielvogelart und ihr Balzgesang

Als Zielvogelart werden solche Arten bezeichnet, mit denen in einer bestimmten Region zu rechnen ist. Manchen Ornithologen und Ornithologinnen ist es sehr wichtig, auf Vogelreisen den avisierten Vogel tatsächlich zu sehen – mir eigentlich nicht. Ich freue mich über jede Vogelbeobachtung, die mit Muße verbunden ist und doch eine neue Erkenntnis bringt.

Infotafel im Augstumalmoor mit einer Zielvogelart im Zentrum

Auf der Reise nach Litauen war der Goldregenpfeifer eine unserer Zielvogelarten. Wir konnten einige Exemplare mit Fernglas und Spektiv entdecken, und bei mir blieb zudem folgende Erkenntnis haften: Dieser so markant gefärbte Vogel verschwimmt im Moor beziehungsweise in der Heidelandschaft. Hier, in seinem Brutgebiet, ist er viel unauffälliger als im Grün der Hallig Hooge.

Aus dem Hintergrund schält sich manchmal …

… die Gestalt der Goldregenpfeifers heraus.

Fritz Steiniger sprach in diesem Zusammenhang von Moormimese und erklärte, dass die tarnende Anpassung – also an den Lebensraum Moor – bei den Jungvögeln noch wesentlich stärker ausgeprägt ist als bei den Altvögeln, Seite 28

Die gelblich- bis olivgrünen Jungen zeigen die weitestgehende Moormimese, die man sich nur denken kann. Das Goldgelb der Alten ist bei ihnen noch einen Ton grünlicher … Man kann sich vornehmen, sie im Blick zu behalten, und trotzdem verliert man sie aus dem Blickfeld, ohne dass sie sich bewegten: Das Auge formt einfach ein Moospolster aus dem Jungvogel … Man kann genau wissen, wo sie sich drücken** und trotzdem sieht man immer nur ein kleines grünes Moospolster, das in seiner Umgebung optisch verschwindet.

Die für Moorgegenden so typischen Polster werden von Heidekraut, Moosen und anderen Pflanzen gebildet. Goldregenpfeifer nutzen die kleinen Erhöhungen – Bult oder Bülte genannt – häufig als Ruhepunkt oder Ausguck.

Mehr Überblick von einem erhöhten Plätzchen aus

Das Federkleid des Goldregenpfeifers ermöglicht zur Fortpflanzungszeit eine perfekte Tarnung. Es löst sich gewissermaßen in der Landschaft auf, hebt sich optisch nicht von ihr ab. Das hat, wenn es etwa um die Suche nach einer Partnerin geht, für die Herren auch Nachteile. Und da kommt der beeindruckende Balzgesang ins Spiel: Wer als Vogel nicht durch farbenprächtiges Gefieder auffällt, muss sich eben akustisch zeigen.

Das „beherzigt“ nicht nur die Feldlerche, sondern auch der Goldregenpfeifer. Zwar habe ich selbst seinen Balzgesang bisher nicht gehört, aber schon der Arktisforscher Bernhard Adolph Hantzsch beschrieb den beeindruckenden Gesang in seinen Aufzeichnungen über Island³ sehr anschaulich und zugleich poetisch, Seite 15

Die Morgensonne flimmert in der klaren, leicht vom Winde bewegten Luft… Da steigt froh bewegt, auch unser Goldregenpfeifer-Männchen empor. Seine ganze Seel legt er hinein in das hundertmal wiederholte, feierliche Tü-tü-tüdiü-tüdüi-tidüi-tidüi, das ab und zu in einen lang anhaltenden, wohlklingenden Roller übergeht. Dabei beschreibt der Vogel oben am Himmel schöne Kreise, bewegt die Flügel meist langsam und gleichmäßig, schwebt aber auch zeitweilig, fängt plötzlich schnell zu flattern an, trillert und senkt sich zum Schluss steil auf den Boden hinab.

Das klingt verführerisch – und ist von dem Vogel ja auch genauso gemeint …

Am Ende des Moorlehrpfads gibt es einen Ausguck auf Moor, Vogelwelt und Ornis.

 

¹ Johann F. Naumann: Naturgeschichte der Vögel Mitteleuropas, 1887-1905, 3. Aufl., Bd. VIII.
² C.A. Weber: Über die Vegetation und Entstehung des Hochmoors von Augstumal im Memeldelta mit vergleichenden Ausblicken auf andere Hochmoore der Erde, Paul Parey, Berlin 1902
(Die Michael Succow Stiftung stellt die Schrift digital zur Verfügung:
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN84845457X/1/LOG_0001/)
³ Bernhard A. Hantzsch, zitiert nach Fritz Steiniger: Ein Beitrag zur Kenntnis der Vogelwelt Islands. Berlin 1905

* Für den Erhalt des Moores und seine Wiedervernässung setzt sich sowohl der Michael Succow Stiftung in Greifswald ein als z.B. auch das torfabbauende Unternehmen Klassmann-Deilmann.
** Vom Drücken sprechen wir bei Vögeln, vor allem bei Jungvögeln, wenn diese sich möglichst flach auf den Boden drücken und quasi von der Oberfläche verschwinden. Es ist ein ererbter Schutzmechanismus.

Goldregenpfeifer | Pluvier doré  | Golden Plover | Pluvialis apricaria

Liebe Fans meiner Fotos, ich freue mich, wenn euch das eine oder andere Foto so gefällt, dass ihr es von meiner Website herunterladen möchtet. Allerdings sind alle mit ©Copyright geschützt. Darum fragt mich bitte per E-Mail vor jedem Download. Elke Brüser

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Birding

Du ahnst es vielleicht schon: Im Wort Birding steckt der englische „bird“. Unter Vogelfreunden ist das ein Schlagwort für die Beobachtung der gefiederten Tierwelt – im Feld, wie man so schön sagt. Also draußen. Ein paar Anmerkungen dazu findest du → hier.

Frau mit Fernglas beobachtet etwas in der Ferne

Mit Fernglas und Kamera auf Vogel-„Jagd“ zu gehen, ist mancherorts geradezu ein Sport und von Wetteifer geprägt. Ich halte aber wenig davon, möglichst viele und auch seltene Arten aufspüren zu wollen, um sie akribisch in Listen zu erfassen. Mein Ding ist: stehen bleiben, lauschen und schauen, was Tiere so treiben.

Textes en français

Si cela t’intéresse: Ma chère amie Annie Riou a traduit quelques articles du blog en français. Et depuis 2023 Juliette Rakei, étudiante de la zoologie à Berlin et bilingue, fait des traductions. Merci! Tu les trouves ici.

Vogel des Jahres

Zwei schwarz-weiße Vögel mit teils schillernden Flügeln stehen sich gegenüber, unter ihnen ein kleiner Jungvogel.

2024  Der Kiebitz

Zwei Braunkehlchen sitzen auf einer Distelblüte, es sind Männchen und Weibchen.

2023  Das Braunkehlchen

Ein Rotkehlchen hockt auf einem Ast und füttert mit einem Wurm, den es im Schnabel hält, einen Jungvogel.

2022  Der Wiedehopf

Wiedehopf mit gesträubter Haube - Ausschnitt aus einer Grafik im "Naumann" Bd.IV

2021  Das Rotkehlchen

Eine rosabrüstige Taube sitzt auf einem Ast und blickt mit ihrem roten Auge zu uns.

2020  Die Turteltaube

Vier Lerchenvögel, in der Mitte ein adultes männliches Tier mit kleiner Holle.

2019  Die Feldlerche

Männlicher und weiblicher Star im Frühjahr im Prachtkleid - mit weißen Tupfern auf schwarzem Grund - auf einen Zweig sitzend.

2018  Der Star

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2017  Der Waldkauz

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2016  Der Stieglitz

Seevogel des Jahres

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2024  Der Sterntaucher

Brandseeschwalbe mit schwarzem Schädel und Mähne steht auf einem Felsen am Meer.

2023  Die Brandseeschwalbe

Ein möwenartiger Vogel steht auf einem Felsstein im nordisch anmutenden Meer

2022  Der Eissturmvogel

Der Jahresseevogel 2021 als Zeichnung: Zwei Weißwangengänse mit weißer Stirn und weißer Kehle vor einem nordischen Meer mit steilen Felsen.

2021  Die Weißwangengans

Auf einem Felsvorsprung am Meer steht eine Fluss-Seeschwalbe mit deutlich schwarzer Schnabelspitze. Links eine Zwergseeschwalbe und hinter ihr eine Küstenseeschwalbe.

2020  Die Fluss-Seeschwalbe

Eine schwarzweiß gemusterte Eiderente mit pfirsichfarbener Brust paddelt mit den Füßen im grünlich Meerwasser.

2019  Die Eiderente

Drei Sandregenpfeifer stehen am Meeresstrand. Links das Weibchen, rechts ein blasser gefärbter Jungvogel und in der Mitte das Männchen auf einem Stein. Jungtier

2018  Der Sandregenpfeifer

Vier Eisenten hocken auf Steinen im Wasser: großes männliches Tier mit brauner Brust, helleres weibliches Tier und zwei ebenfalls helle Jungvögel.

2017  Die Eisente

Drei Basstölpel in verschiedenen Altersstufen: weißes Baby, dunkler Jungvogel und weißer Altvogel mit gelblichem Kopf.

2016  Der Basstölpel

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