Abendlicher Einflug

Kraniche schlafen im seichten Wasser. Wenn sie abends an ihren Schlafplätzen einfliegen, ist das immer wieder ein faszinierender Anblick. Und welch ein Spektakel, wenn die großen Vogelgruppen sich bei Sonnenuntergang in geschwungenen Linien – Schnüren gleichend – annähern und ihre Rufe alles andere übertönen. Ich habe im letzten Jahr an der Ostsee eine Boddenfahrt zum… Mehr dazu Abendlicher Einflug

Kolbenente: Groß und Klein

Mehr und mehr bin ich von den Entenvögeln – in der wissenschaftlichen Terminologie Anatidae – begeistert. Ihre Vielfalt ist erstaunlich. Da gibt es langgestreckte und rundliche Formen, tiefliegende und aufrecht schwimmende Gestalten, farbenprächtige und zart geschmückte Arten. Kürzlich konnte ich die wunderbare Kolbenente beobachten, bei der Jungvögel und Weibchen gut getarnt unterwegs sind, während die… Mehr dazu Kolbenente: Groß und Klein

Gänsesäger in Bedrängnis

Vögel zu beobachten, das ist wunderschön und erholsam. Aber manchmal ist die Vogelbeobachtung keine Freude, sondern das Geschehen ist bedrückend, gleicht einem Trauerspiel. Und das geht dann in der Regel nicht auf das Konto der Vögel. Derartiges erlebte ich jedenfalls dieses Jahr am Genfer See (frz. Lac Léman), wo unter anderem am französischen Ufer bei… Mehr dazu Gänsesäger in Bedrängnis

Der Hagedasch

Dieser Vogel, dessen metallisch glänzendes Gefieder sofort beeindruckt, ist ein Ibis. Er trägt einen ungewöhnlichen deutschen Namen: Hagedasch. Aber dazu später. Bekannter und durch sein schwarz-weißes Federkleid vielleicht noch attraktiver, ist sein „Bruder“: der Pharaonenibis oder Heilige Ibis, der früher mit den alljährlichen Fluten des Nils in Ägypten eintraf und entsprechend verehrt wurde. Wer einen… Mehr dazu Der Hagedasch

Mit schwarzer Kehle

Bei diesem kleinen Insektenfressers, der wie der Trauerschnäpper und die Nachtigall zur  Schnäpperverwandtschaft zählt, ist die schwarze Kehle namensgebend und in der Tat sein prominentestes Kennzeichen – sofern wir ihn erst einmal entdeckt haben. Das ist oft jedoch gar nicht so leicht. Denn wenn wir ein Schwarzkehlchen auf einem Zweig im Gebüsch, auf Totholz oder… Mehr dazu Mit schwarzer Kehle

Schwarz-weißer Ansitzjäger

Der Trauerschnäpper ist, zumindest im Havelland, kein allgegenwärtiger Vogel, sondern fast schon eine Rarität. Der Bestand der schwarz-weiß gemusterten Vogelart geht in Deutschland seit Jahrzehnten zurück, weil diese munteren Laub- und Mischwaldbewohner bei uns immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten finden.¹ Wenn im Frühjahr die kleinen Singvögel aus dem westafrikanischen Winterquartier jenseits der Sahara zurückkehren, brauchen… Mehr dazu Schwarz-weißer Ansitzjäger

Mit blauer Kehle

Das Blaukehlchen ist unübersehbar, wenn es sich mal zeigt und nicht wie üblich im Gebüsch oder der Krautschicht des Bodens verborgen ist. Einzigartig lasurblau erstrahlt seine Kehle – jedenfalls bei den adulten Männchen. Kürzlich hatte ich das Glück, eines von ihnen kurzzeitig beobachten zu können. Ich hatte bereits aus einer Weide seinen Gesang gehört, bevor… Mehr dazu Mit blauer Kehle

Wie ein Weidenblättchen

„Weidenblättchen“ ist einer dieser deutschen Namen für den Zilpzalp, die Johann Friedrich Naumann in seiner Naturgeschichte der Vögel Mitteleuropas¹ für jede Vogelart minutiös aufgelistet hat. So ist er bei allen erfassten Arten vorgegangen. Beim Zilpzalp findet sich unter anderem noch „Weidensänger“, „braunfüßiger Laubvogel“ und – ganz wunderbar – „Weidenmücke“.² All diese Begriffe haben ihre Berechtigung,… Mehr dazu Wie ein Weidenblättchen