Die Evolution des Fliegens

01. Oktober 2017 | Vogelbücher | 0 Kommentare

Cover des Buches "Die Evolution des Fliegens"mit drei Flugbildern eines KolibrisWer sich ganz allgemein fürs Fliegen interessiert, der ist hier richtig. Es geht nicht nur um die Vögel, die ihr Flugvermögen auf ganz unterschiedliche Weise perfektioniert haben. Es geht auch um Insekten und Fische, die sich in die Luft begeben. Selbst manche Schlangen heben ab.

Unter den Säugetieren gleiten die Flughörnchen sehr elegant, aber gerade die Flugkünste der Fledermäuse dürfen wir nicht vergessen.

Das Tolle an dem Buch von drei Wissenschaftlern: Man schlägt eine Seite auf und wird sich sogleich in das vertiefen, was dort an Fotos und Text abgedruckt ist.

Wer möchte, der kann den Verweisen auf andere Buchseiten folgen. Immer wieder gibt es auch Hinweise auf wissenschaftliche Artikel der Autoren. Aber das ist eher etwas für Spezialisten.

Mich hat begeistert, dass hier durch das Verschmelzen von Fotos die Bewegungsabläufe wirklich klar werden. Die Autoren selbst sprechen von multiplen Bildern. Dadurch sehen wir, was unserem Auge im Alltag sowieso entgeht und was in der Zeitlupe unserem Gehirn meist entwischt: Der 10 Gramm schwere Hirschkäfer nutzt beim Abheben zum Beispiel seine Flügeldecken, während der Gigant unter den Käfern, der afrikanische Goliathkäfer, die Flügel unter diesen Flügeldecken nur herausschiebt. Sein Körpergewicht: bis 35 Gramm. Auch das war mir völlig neu: Es gibt fünf Arten von Flugschlangen! Einer ihrer Tricks: Sie stellen die Rippen seitlich auf und gewinnen so an Breite!

Der Vogelflug

Jetzt muss ich natürlich noch zu den Vögel kommen: Jeder und jede kennt den Pfau. Und wer das männliche Tier mit seinem schmucken, langen Schwanz betrachtet, der fragt sich irgendwann: Kann der überhaupt abheben? Ja, er kann! Und man muss nur zwei Seiten dieses Buches betrachten, um zu erfahren warum und wie (Seite 99 ff.).

Wunderbar ist der Sturzflug des Pelikan abgebildet (Seite 205) und dazu erklärt, warum er mehr Tempo erreicht als bei reiner Fallgeschwindigkeit. Und wie der Silberreiher abhebt: Er steigt fast senkrecht aus dem Wasser (Seite 199). An anderer Stelle wird anschaulich erklärt, welche biophysikalischen Gesetze beim Flügelschlag eine Rolle spielen (S. 168 ff).

An dieser Stelle höre ich einfach mal auf und verweise nur auf den jungen Weißstorch, den ich bei einer seiner ersten Landungen am Boden beobachten konnte.

Das Buch ist voll phantastischer Beispiele von Flugkünstlern in der Natur. Dass hier Flugphysik, Biologie und Kunst sich durchaus interessant verschränken, ist kein Zufall. Da haben ein Mathematiker und Tierfotograf, ein Evolutionsbiologe und der Flugbiophysiker Werner Nachtigall – für mich als Biologin eine Koryphäe auf dem Gebiet Bionik – gezielt zusammen gearbeitet.

Die Evolution des Fliegens
Autoren: G. Glaeser, H. F. Paulus, W. Nachtigall
Verlag: Springer
Jahr: 2017

Liebe Fans meiner Fotos, ich freue mich, wenn euch das eine oder andere Foto so gefällt, dass ihr es von meiner Website herunterladen möchtet. Allerdings sind alle mit ©Copyright geschützt. Darum fragt mich bitte per E-Mail vor jedem Download. Elke Brüser

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Du ahnst es vielleicht schon: Im Wort Birding steckt der englische „bird“. Unter Vogelfreunden ist das ein Schlagwort für die Beobachtung der gefiederten Tierwelt – im Feld, wie man so schön sagt. Also draußen. Ein paar Anmerkungen dazu findest du → hier.

Frau mit Fernglas beobachtet etwas in der Ferne

Mit Fernglas und Kamera auf Vogel-„Jagd“ zu gehen, ist mancherorts geradezu ein Sport und von Wetteifer geprägt. Ich halte aber wenig davon, möglichst viele und auch seltene Arten aufspüren zu wollen, um sie akribisch in Listen zu erfassen. Mein Ding ist: stehen bleiben, lauschen und schauen, was Tiere so treiben.

Textes en français

Si cela t’intéresse: Ma chère amie Annie Riou a traduit quelques articles du blog en français. Et depuis 2023 Juliette Rakei, étudiante de la zoologie à Berlin et bilingue, fait des traductions. Merci! Tu les trouves ici.

Vogel des Jahres

Zwei schwarz-weiße Vögel mit teils schillernden Flügeln stehen sich gegenüber, unter ihnen ein kleiner Jungvogel.

2024  Der Kiebitz

Zwei Braunkehlchen sitzen auf einer Distelblüte, es sind Männchen und Weibchen.

2023  Das Braunkehlchen

Ein Rotkehlchen hockt auf einem Ast und füttert mit einem Wurm, den es im Schnabel hält, einen Jungvogel.

2022  Der Wiedehopf

Wiedehopf mit gesträubter Haube - Ausschnitt aus einer Grafik im "Naumann" Bd.IV

2021  Das Rotkehlchen

Eine rosabrüstige Taube sitzt auf einem Ast und blickt mit ihrem roten Auge zu uns.

2020  Die Turteltaube

Vier Lerchenvögel, in der Mitte ein adultes männliches Tier mit kleiner Holle.

2019  Die Feldlerche

Männlicher und weiblicher Star im Frühjahr im Prachtkleid - mit weißen Tupfern auf schwarzem Grund - auf einen Zweig sitzend.

2018  Der Star

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2017  Der Waldkauz

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2016  Der Stieglitz

Seevogel des Jahres

Ein Waldkauz sitzt auf einem Ast; kolorierte Zeichnung aus Brehms Tierleben.

2024  Der Sterntaucher

Brandseeschwalbe mit schwarzem Schädel und Mähne steht auf einem Felsen am Meer.

2023  Die Brandseeschwalbe

Ein möwenartiger Vogel steht auf einem Felsstein im nordisch anmutenden Meer

2022  Der Eissturmvogel

Der Jahresseevogel 2021 als Zeichnung: Zwei Weißwangengänse mit weißer Stirn und weißer Kehle vor einem nordischen Meer mit steilen Felsen.

2021  Die Weißwangengans

Auf einem Felsvorsprung am Meer steht eine Fluss-Seeschwalbe mit deutlich schwarzer Schnabelspitze. Links eine Zwergseeschwalbe und hinter ihr eine Küstenseeschwalbe.

2020  Die Fluss-Seeschwalbe

Eine schwarzweiß gemusterte Eiderente mit pfirsichfarbener Brust paddelt mit den Füßen im grünlich Meerwasser.

2019  Die Eiderente

Drei Sandregenpfeifer stehen am Meeresstrand. Links das Weibchen, rechts ein blasser gefärbter Jungvogel und in der Mitte das Männchen auf einem Stein. Jungtier

2018  Der Sandregenpfeifer

Vier Eisenten hocken auf Steinen im Wasser: großes männliches Tier mit brauner Brust, helleres weibliches Tier und zwei ebenfalls helle Jungvögel.

2017  Die Eisente

Drei Basstölpel in verschiedenen Altersstufen: weißes Baby, dunkler Jungvogel und weißer Altvogel mit gelblichem Kopf.

2016  Der Basstölpel

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