Langbeinige Rückkehrer

Eien grau-braune Wiese mit großer Wasserfläche, umsäumt von Bäumen.
Noch sind die Wiesen und Felder überschwemmt. Das verspricht Lurchreichtum und wird den heimkehrenden Störchen schmecken.

Meinen Osterausflug hatte ich bereits für Karfreitag geplant, denn es sollte sonnig werden. Ich wollte unbedingt nach „meinen“ Störchen schauen. Sind sie schon zurück? Ist der Horst besetzt, obwohl gegenüber gebaut wird? Also auf nach Brandenburg in den Nuthe-Nieplitz Naturpark.

Zunächst die Ernüchterung: Noch ist der Himmel mehr grau als blau, die Natur erwartungsgemäß etwas trist, und der Horst von Tristan und Isolde – wie ich sie aus einer Laune heraus nannte – ist noch nicht bewohnt. Auch auf den überschwemmten Wiesen und Feldern ist kein Storch zu sehen. Doch bei all dem Wasser werden die Rückkehrer hier bald viel Nahrung finden.

Schöner weißer Höckerschwan sitzt im hellbraunen Schilfrohr auf seinem Nest, dicht am Wasser.
Höckerschwan auf einem stabilen Nest.

Jedenfalls freute ich mich, dass allmählich die Sonne durchkam, dass ein Höckerschwan im Schilf brütete und die Kraniche in der Ferne riefen.

Über mir kreisten Rotmilane und sogar ein Schwarzmilan. Selbst eine hübsche Rohrammer ließ sich blicken.

Und dann hatte ich im Nachbardorf doch noch Storchen-Glück: Auf einem neu errichteten Horst stand in der Nachmittagssonne ein stattliches Paar. Ich erfuhr von Passanten, dass sie vor drei Tagen den Horst besetzt hatten. Das hat einigen Menschen viel Freude bereitet, denn der riesige alte Horst war vom letzten Herbststurm herabgeweht worden. Und ob die Störche den neu errichteten akzeptieren würden, war nicht sicher. Aber es sieht definitiv danach aus. Die beiden müssen allerdings noch Arbeit reinstecken, um es sich etwas wohnlicher zu machen.

Stochenpaar steht auf einem neuen Metallhorst. Ein Tier zupft an den eingetragenen Zweigen..
Kürzlich eingetroffen. Aber der neue Horst ist noch ziemlich nackt.

Das Storchenpaar sortierte auf dem nagelneuen Horst gerade ein paar Zweige. Vor allem war ich wieder fasziniert, wie einträglich beide nebeneinander standen. Dabei muss man davon ausgehen, dass sie weder den Winter gemeinsam verbracht haben, noch gemeinsam angereist sind.

Zwei Störche auf einem Horst, die Köpfemit den roten Schnäbeln sind parallel. Die Schnäbel der beiden Störche auf dem Horst sind wie miteinander verwachsen.

Als nach einer Weile ein Partner davonflog, war abzusehen, dass der andere ihm bald folgen würde. Und tatsächlich schwang er oder sie sich herab, segelte mit großen Schwüngen über einen Garten hinweg und über die Felder davon.

Ein Storch steht auf dem Horst und schaut in die Ferne.
Und nun?
Der Storch auf dem Horst duckt sich und bereitet bereits etwas die Flügel zum Abflug aus.
Schon in den Startlöchern.
Der Storch hat die Flügel ausgebreitet und fliegt schräg nach unten mit lang gestrecktem Hals. Die Füße hängen vom Absprung noch etwas herunter.
Und per Absprung hinterher.

Welch schöner vorgezogener Osterspaziergang…

Weißstorch | Cigogne blanche | White stork | Ciconia ciconia

 



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3 Kommentare zu “Langbeinige Rückkehrer

  1. Was für ein schöner Osterspaziergang . Helle klare Farben, wunderbares Licht und einfach schön anzuschauen –
    besonders der Storchenreigen. Die Natur läßt sich dieses Mal Zeit und auch wir müssen uns drein finden in diesem
    Jahr. Deshalb freut man sich über jedes Regen am Himmel – so auf Erden :))

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